Mit diesem Bibelwort aus dem 1. Timotheus 4,16 diente der Bischof nach dem Vortrag des Chores "Bis hierher hat der Herr geholfen. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn." (CB98)
Nachdem Jesus die Erde verlassen hatte, waren die Jünger in grosser Not. Sie wünschten, der Herr wäre bei ihnen und in ihren Herzen geblieben. Im Pfingstgottesdienst sagte uns der Stammapostel, dass das Evangelium Jesu wahr sei und in Erfüllung gehen werde, denn der wahre Gott liebe dich.
Der Bischof erinnerte uns an Paulus, der Timotheus voller Liebe aufgefordert habe, entschlossen zu sein, sich selbst und damit auch andere zu retten. Paulus war ein Feind der Christen gewesen, doch habe eine kurze, aber intensive Begegnung mit Jesus gereicht, um in ihm die Entschlossenheit auszulösen, Gutes zu tun.
Vielleicht erleben wir auch hin und wieder etwas, das uns die Nähe Gottes spüren lässt; manchmal braucht es dazu Stille. Wenn bei einem Brunnen Wasser aus dem Hahn läuft, ist die Wasseroberfläche in Bewegung und man sieht nichts. Doch wenn kein Wasser nachläuft, ist die Wasseroberfläche ruhig und man kann sowohl sich selbst erkennen wie in einem Spiegel, als auch bis auf den Grund des Brunnens sehen. Mit dem Blick in die Tiefe unseres Lebens erkennen wir unseren Reichtum, in der Weisheit Gottes erkennen wir das Gute und das Böse, und mit dem Wunsch Gutes zu tun und Jesus im Wesen immer ähnlicher zu werden, bekommt unser Leben einen Sinn.
Zur immer stärker verbreiteten Eigenliebe braucht es eine Gegenbewegung von Nächstenliebe. Denn wir alle sind Geschöpfe Gottes und Gott liebt jedes einzelne seiner Geschöpfe.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, einem Erkennungsmerkmal eines jeden Gottesdienstes, gab uns der Chor das Lied «Der Herr behüte dich und deine Seele bis in Ewigkeit» (CB 159) mit auf den Nachhauseweg.
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