Die Neuapostolische Kirche Schweiz

News Gemeinde Rüti ZH

Gottesdienst mit Taufe
25.11.2018 / Rüti ZH
«Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.» Dieses Wort aus Lukas 12, Vers 34 diente als Grundlage für den Gottesdienst, in dem ein Kleinkind das Sakrament der Heiligen Wassertaufe erhielt.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied und dem Gebet des Vorstehers und Hirten, sang der Chor das Lied «Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort wo du stehst ist heilig. So wird dich der Herr erlösen von deinen Sünden, denn hier ist Gottes Haus.» Bezugnehmend auf dieses Lied führte Hirte Anliker den Anwesenden vor Augen, dass sie nicht einfach nur hier seien, sondern willkommene Ehrengäste Gottes, da ER im Gottesdienst gegenwärtig sei.

Er verwies auf den Schatz, den die Zuhörer erhalten hätten und mit welchem sie auch etwas tun sollten. So wie ein Sammler viel Herzblut in seine Sammlung stecke und zeige, wie wichtig ihm diese Sammlung sei.

Der wahre Schatz sei Jesus mit seiner Wahrheit, seiner Liebe, seiner Gnade, seinem Sieg und seinem neuen Wohnort im Himmel, welchen er mit den Menschen teilen wolle. Sorgfältig müsse auf weitere Schätze geachtet werden, um sie überhaupt zu bemerken. Stecke man wirklich Herzblut in einen Gottesdienstbesuch? Werde der Schatz in einer Begegnung mit guten Menschen oder in einem Glaubenserlebnis erkannt? Durch all diese Schätze entstehe Freude, welche wiederum Sicherheit gebe im Leben.

Nach einem durch den Chor vorgetragenen Lied trat der Vorsteher von Stäfa an den Altar. Er erwähnte, dass der kleine Täufling der Schatz seiner Eltern, seiner Verwandtschaft und der Gemeinde sei. Und es freue alle zu sehen, wie sich dieses Kind entwickle. Gott erwarte bei seinen Kindern auch, dass sich ihre Schätze weiterentwickelten, so dass sie zur gegenseitigen Freude werden würden.

Apostel Johannes beschreibe in der Heiligen Schrift das zukünftige Jerusalem. Er schreibe davon, was es dort alles gebe, aber auch was es nicht gebe: Johannes habe keinen Tempel darin gesehen, denn Gott würde direkt bei den Seelen wohnen.

Nach einem weiteren Chorlied diente Priester Müller. Es gebe Momente, führte er aus, in denen eine Situation total unterschätzt würde. So habe zum Beispiel der «Reiche Jüngling» den Wert von Jesu Rat, alles zu verkaufen und ihm nachzufolgen, unterschätzt. Die Jünger hätten den Liebesdienst, den eine Frau dem Herrn Jesu erwies, indem sie ihm die Füsse wusch und mit teurer Salbe einrieb, ebenfalls unterschätzt. Die Jünger hätten die Salbe lieber verkaufen und das Geld den Armen geben wollen. Jesus hätte sie belehrt und gesagt, dass er selbst nur für kurze Zeit auf Erden sei, Arme es aber immer gäbe.

Zur Taufe wünschten sich die Eltern das Chorlied «Gottes Liebe, Gottes Gnad hat herrlich dich geführet». Der Vorsteher nahm Bezug auf seinen bevorstehenden Segeltörn. Er verfüge über keine ausreichenden Kenntnisse, um selbst ein Boot zu steuern, sondern brauche einen Fachmann, den Skipper. Ebenso habe er einem Segelklub beitreten müssen, in dem alle per du seien. Das fördere eine besondere Beziehung untereinander. So brauche auch der Täufling seine Skipper. Zunächst seien dies die Eltern, aber auch der Liebe Gott. Er brauche in seinem Leben auch Tiefgang im Gebet und eine Hoffnungsbucht bei Gott.

Nach dem Taufakt feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Schlussgebet und Chorlied beendeten den Gottesdienst.

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